"Zwischen dem Schwachen und dem Starken ist es die Freiheit, die unterdrückt, und das Gesetz, das befreit."
Jean-Jacques Rousseau
5 days for the Cuban 5
Washington / 17. - 21. April 2012
Die Geschichte der sog. Cuban Five ist weitgehend unbekannt, obwohl sie eine der Schlüsselelemente in dem seit Jahrzehnten gespannten, ja feindlichen Verhältnis zwischen Cuba und den USA bildet. Es handelt sich um René Gonzales, Antonio Guerrero, Fernando Gonzales, Gerardo Hernandez und Ramon Labinino, die am 12. September 1998 verhaftet und im November 2000 in Miami vor Gericht gestellt wurden, das sie im Juni 2001 verurteilte. Die Jury fand sie nach kurzer Beratung in allen 26 Punkten
für schuldig, die leichtesten lauteten auf Benutzung falscher Identitäten, die schwersten auf Verschwörung zu Spionage und Mord. Im Dezember 2001 verkündete das Gericht seine Strafen: dreimal lebenslänglich, einmal 19 und einmal 15 Jahre Gefängnis. Gerardo Hernandez erhielt sogar zweimal lebenslänglich.
Seitdem sind zahlreiche Berufungen und Anträge auf Wideraufnahme gescheitert. Derzeit sind noch zwei sog. Habeas Corpus Berufungen in Miami anhängig, die sich auf jüngste Veröffentlichungen stützen, die nachweisen, dass mindestens 10 Journalisten, die seinerzeit über den Prozess (gegen die Angeklagten) berichtet hatten, von der Regierung finanziert wurden.
Ich habe die Prozesse seit 2007 begleitet. Nähere Informationen dazu in einem Bericht über den Prozess in Atlanta im August 2007:
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...und in einer Laudatio anlässlich der Verleihung des Preises für Solidarität und Menschenwürde des Vereins für soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde in Berlin im August 2008:
Seitdem sind wieder fast vier Jahre vergangen. Im Oktober 2011 wurde René Gonzáles nach 13 1/2 Jahren Haft entlassen, er darf allerdings noch drei Jahre lang die USA nicht verlassen.
Vom 17. bis 21. April 2012 hat das Internationale Komitee zur Befreiung der 5 Kubaner zu einer Woche der Solidarität mit den Gefangenen in Washington aufgerufen. Anbei das Programm, mein Redebeitrag und ein Interview mit "Junge Welt".
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Der kanadische Autor Stepen Kimber hat am 18. April im Center for International Policy in Washington, D.C. einen Vortrag über sein Buch What Lies Across the Water: The Real Story of the Cuban Five, gehalten, welches im nächsten Jahr erscheinen wird. Die wesentlichen Teile sind hier nachzulesen.MEHR>
Ostermarsch 2012
Rede in Wedel (Schleswig-Holstein) / 7. April 2012
Liebe Friedensfreundinnen und –freunde,
Ostermarsch auch in diesem Jahr wieder – seit 1960 jedes Jahr – und auch dieses Jahr wieder die Frage: warum?
- Ist nicht der Abzug der Truppen aus Afghanistan beschlossen?
- Hat nicht die Bundesregierung die Teilnahme der Bundeswehr an dem Libyen-Krieg verweigert?
- Ist die Verteidigung Israels vor den Drohungen Irans nicht legitim und unsere Staatsräson?
- Und sichert die Rüstungsindustrie nicht Arbeitsplätze? Was würde Blohm und Voß ohne die U-Boote und Fregatten machen? An ihren Yachten für russische Oligarchen würden sie doch pleitegehen.
- Habt ihr jemals einen Krieg verhindert – kämpft doch nicht gegen eine Fata Morgana Krieg – widmet euch euren Kindern und Eltern, zu Ostern ruft der Garten!..
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Was gesagt werden muss
Günter Grass / Süddeutsche Zeitung v. 4. April 2012
Warum schweige ich, verschweige zu lange,
was offensichtlich ist und in Planspielen
geübt wurde, an deren Ende als Überlebende
wir allenfalls Fußnoten sind...
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Am Mittwoch, den 4. April, veröffentlichte Günter Grass sein Gedicht „Was gesagt werden muss“. Noch am gleichen Tag setzte ein medialer Amoklauf gegen den Literaturnobelpreisträger ein. Vergessen schien Grass' Regierungstreue, die noch vor über zehn Jahren in seiner Unterstützung der rot-grünen Koalition bei deren Beteiligung am Krieg gegen Jugoslawien gipfelte, vergessen seine Nähe zu dem großen Wegbereiter des Neoliberalismus, Gerhard Schröder. Grass, einst des Kanzlers Liebling, gehätschelt von der SPD und den etablierten Medien, hatte ein Tabu gebrochen.
Intellektuelle melden sich in "Hintergrund" zu Wort. Kommentare zur Grass-Debatte von Moshe Zuckermann, Noam Chomsky, Domenico Losurdo, Rolf Verleger, Ekkehart Krippendorff und Norman Paech -
REDAKTION Hintergrund, 6. April 2012 -
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Jerusalem so nahe wie möglich kommen
Neues Deutschland / 30. März 2011
Heute beginnt der Marsch aus fünf Kontinenten nach Jerusalem. Die internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollen so nahe wie möglich an Jerusalem herankommen.
Sie haben den heutigen »Tag des Bodens« gewählt, um gegen den permanenten Landraub zu protestieren und das langsame Verschwinden Ost-Jerusalems als Hauptstadt eines zukünftigen palästinensischen
Staates zu verhindern. Unmittelbar nach dem Angriff auf den Gaza-Streifen zur Jahreswende 2008/2009 sagte man mir dort: Viel schlimmer als die zahlreichen Toten und furchtbaren Zerstörungen in Gaza
ist die langsame Enteignung Jerusalems, das Verschwinden dieser auch für Muslime heiligen Stadt von der palästinensischen Landkarte. Das ist ein direkter Angriff auf das Herz der Palästinenser, ihre
historische und politische Identität. Ruinen können beseitigt und Häuser wieder aufgebaut werden. Aber eine verschwundene Stadt ist verloren...
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Syrien - ein neuer Fall für eine "humanitäre Intervention? Eine Kontroverse
Züricher Wochenzeitung -WOZ- Nr. 13/2012 / 29. März 2012
Was, wenn der Plan des Uno-Gesandten Kofi Annan scheitert? Die fünf Vetomächte des Uno-Sicherheitsrats müssten gemeinsam in Syrien intervenieren, um das Blutvergiessen zu beenden, sagt unser Uno-Korrespondent Andreas Zumach. Völkerrechtsexperte Norman Paech widerspricht.
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Tageszeitung Özgür Gündem verboten
Yeni Özgür Politika / 26. März 2012
Der türkische Ministerpräsident Erdoğan spricht seit einiger Zeit von einem „neuen Konzept“ zur Lösung der kurdischen Frage. Mit dem einmonatigem Verbot der Tageszeitung Özgür Gündem stellt sich heraus, dass das „neue Konzept“ auch auf das altbekannte Mittel der Pressezensur zurückgreift.
Die Tageszeitung Özgür Gündem wurde auf Beschluss des 14. Strafgerichts von Istanbul mit dem Vorwurf „Propaganda für die Organisation“ [gemeint PKK] zu machen für einen Monat geschlossen. Nachdem der
Beschluss des Verbotes am letzten Samstag verkündet wurde, stoppte die Polizei in der Druckerei der Zeitung den Druck der Samstagsausgabe und beschlagnahmte die bereits gedruckte Auflage. Da ich in
den letzten Monaten häufiger in dieser Zeitung Kommentare veröffentlicht habe, trifft mich diese Zensur direkt. Deshalb hier einige Informationen über diese Zeitung. Die Quelle ist Yeni Özgür
Politika v. 26. März 2012...
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Der Türöffner zum Krieg
Neues Deutschland / 17. März 2012
Teile der syrischen Opposition, vor allem des Syrischen Nationalrats in Istanbul, fordern seit Wochen von der »internationalen Gemeinschaft« die Einrichtung einer Flugverbotszone über Syrien. Wie 2011 in Libyen solle auf diese Weise die Zivilbevölkerung vor der Armee geschützt werden.
In Zeiten »humanitärer« Kriegskonjunktur ist es gut, sich eines Jahrestages zu erinnern, an dem das Tor zu einem Krieg geöffnet wurde, der an die 50 000 Tote, Hunderttausende Verletzte und traumatisierte Opfer, zerstörte Städte und eine zerbrochene Gesellschaft mit ungewisser Zukunft hinterlassen hat. Am 17. März 2011 ermächtigte der UN-Sicherheitsrat mit seiner Resolution 1973 alle Mitglieder der UNO gemäß Artikel 42 der UN-Charta zum Einsatz militärischer Gewalt gegen das Regime Muammar al-Gaddafis. Schon zwei Tage später, am 19. März – dem achten Jahrestag des Überfalls auf Bagdad –, begannen elf Staaten unter Führung der USA, Frankreichs und Großbritanniens einen Luftkrieg gegen Libyen, der erst im Oktober endete – nach dem Tod Gaddafis unter ungeklärten Umständen...
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Globaler Marsch auf Jerusalem
Presseerklärung des Vorbereitungskomitees / 16. März 2012
Dieses Jahr am 30. März werden sich Menschen aus aller Welt der palästinensischen Bevölkerung im Nahen und Mittleren Osten und in der Diaspora in einer wegweisenden Initiative anschließen: dem
Globalen Marsch nach Jerusalem, einem Tag friedlicher, gewaltfreier Demonstrationen in Palästina
und in den Nachbarländern.
Jedes Jahr am 30. März gedenken PalästinenserInnen in aller Welt dem Land Day (Tag des Bodens) anlässlich eines Generalstreiks und Marsches im Jahr 1976 gegen den israelischen Landraub: ein
Schlüsselereignis, das zur Bildung der nationalen Einheit der PalästinenserInnen geführt hat. Dieses Jahr werden PalästinenserInnen auf die Gefahren aufmerksam machen, denen Jerusalem, das
kulturelle Erbe der drei monotheistischen Religionen -- Islam, Christentum und Judentum -- ausgesetzt ist.
In einer Strategie der Judaisierung der heiligen Stadt hat die israelische Regierung seit langem den meisten PalästinenserInnen – ob Muslime oder Christen – den Zugang zu Jerusalem und sogar den
Besuch der heiligen Stätten verboten. Durch Methoden ethnischer Säuberung zwingt Israel allmählich die verbleibenden palästinensischen Einwohner Jerusalems, die Stadt zu verlassen. Dadurch wird der
multi-religiöse und multi-ethnische Charakter der Stadt, die als Hauptstadt Palästinas vorgesehen ist, zunehmend gefährdet...
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Steiger Award 2012 an Ministerpräsident R. T. Erdogan
Offener Brief gegen die Verleihung des Preises / 13. März 2012
An Henning Mankell (Laudator), Lou Reed (Preisträger), Bundeskanzler A.D. Gerhard Schröder (Laudator), Ministerpräsidentin NRW, Hannelore Kraft, Oberbürgermeisterin von Bochum Dr. Ottilie Scholz, den Moderator der Steiger Awards Max Schautzer, Hape Kerkeling (dessen Musical „Kein Pardon“ während der Preisverleihung aufgeführt werden soll) und die Jury des Steiger Awards
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir sind empört über die Verleihung des Steiger Awards an den Türkischen Ministerpräsidenten R.T. Erdogan. Eine Auszeichnung des Ministerpräsidenten erscheint uns schlichtweg als das falsche Signal,
da dieser die Türkei zur Zeit in ein Chaos aus Repression, Bürgerkrieg, Kriegsverbrechen sowie soziale Ungerechtigkeit führt.
Die Fakten sprechen für sich und gegen eine Auszeichnung von Ministerpräsident Erdogan...
Aus der Website des Steiger Awards:
Der Steiger Award ist entstanden aus Privatinitiative und dem Wunsch der kulturellen, sozialen und gesellschaftlichen Förderung der Region.
Das Ruhrgebiet in der Mitte Europas sollte stärker in den Fokus rücken. Der Steiger Award ist Preis und Philosophie zugleich. Wir ehren Persönlichkeiten, die sich durch Geradlinigkeit, Offenheit,
Menschlichkeit und Toleranz auszeichnen.
Der Begriff „Steiger“ stammt aus dem Bergbau und dient als Synonym für die Geradlinigkeit und Offenheit der Bergleute, der sogenannten „Steiger“. Jährlich entscheidet eine Jury darüber, wer die
Auszeichnung in den Bereichen Film, Musik, Kunst, Sport, Charity, Umwelt, Toleranz und für sein Engagement zur Einigung Europas erhält.
Im Rahmen einer Galaveranstaltung werden die Auszeichnungen überreicht. Dieser Abend dient auch immer dem Schaffen von neuen Netzwerken. Menschen begegnen sich und tauschen sich aus. Der Steiger Award schafft Kontakte und bringt Menschen zusammen.
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Krieg als Ablenkung
Neues Deutschland / 12. März 2012
Kein Zweifel, Benjamin Netanjahu hat in Washington nicht das bekommen, was er wollte. 13 000 frenetisch jubelnde Kriegsenthusiasten mit den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney und Newt Gingrich an der Spitze bei der proisraelischen Lobby AIPAC sind eben nicht dasselbe wie Barack Obama und Leon Panetta im Weißen Haus und Pentagon. Diese haben ihm offensichtlich eindeutig zu verstehen gegeben: kein Krieg vor den Wahlen im November. Erst wenn alle diplomatischen Mittel und Wirtschaftssanktionen versagen, würde Washington militärisch gegen Teheran vorgehen. Nun verhandeln israelische Militärs im Pentagon über die Lieferung von Flugzeugen zum Auftanken von Kampfjets in der Luft und von bunkerbrechenden Bomben des Typs GBU-28. Sie sind notwendig, um überhaupt die in Iran anvisierten Ziele erreichen und zerstören zu können. Bereits Präsident George Bush jun. hatte eine derartige Anfrage auf dem Tisch, die er jedoch ablehnte. Washington hat also die Leine selbst in der Hand, mit der es einen kriegslustigen Netanjahu zügeln kann. So bleibt diesem derzeit nichts anderes übrig, als immer wieder zu betonen, dass Israel auf seinem Recht bestehe, selber über seine Verteidigung zu entscheiden. Er hat aber wohl lernen müssen, dass letztlich Washington darüber entscheidet, wann er entscheiden kann....
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Am Rande des Abgrunds
Junge Welt / 5. März 2012 S. 3
Seit Jahren haben wir uns an die Meldungen gewöhnen müssen, dass Israel früher oder später eine militärische Offensive gegen Iran starten werde, um die dort im Aufbau befindlichen atomaren Aufbereitungsanlagen zu zerstören. Wikileaks hat uns jetzt daran erinnert, dass diese Berichte schon aus dem Jahr 2005 datieren, als der US-amerikanische Botschafter in Israel das State Department über die Vorbereitungen Ariel Sharons für einen Angriff auf den Iran informierte. Seitdem sind sieben Jahre vergangen und wir sind geneigt, uns zu beruhigen und den Adressaten dieser Drohungen weniger im Iran zu sehen als in den USA und den Staaten der EU, um den Druck für weitere und schärfere Sanktionen gegen Iran zu erhöhen. Dies ist zweifellos eine wesentliche Absicht der regelmäßigen Ankündigungen aus Jerusalem, die seit Juli 2006 auch immer wieder zu Sanktionsresolutionen des UN-Sicherheitsrats geführt haben. Doch so wenig die Israelis ihren Worten Taten haben folgen lassen – die Ermordung der iranischen Physiker ging offensichtlich auf ihr Konto -, so wenig haben sich die Iraner in der Fortentwicklung ihrer Atomtechnologie beeindrucken lassen – sie haben mit Attentaten geantwortet und ihr Programm weiter verfolgt.
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Retten wir das griechische Volk vor seinen Rettern
Aufruf französischer Intellektueller / 21. Februar 2012
In eben dem Moment, in dem jeder zweite jugendliche Grieche arbeitslos ist, in dem 25000 Obdachlose durch die Straßen von Athen irren, in dem 30% der Bevölkerung unter die Armutsschwelle gefallen sind, in dem Tausende von Familien dazu gezwungen sind, ihre Kinder zur Arbeit zu schicken, damit sie nicht vor Hunger und Kälte sterben, in dem die neuen Armen und die Flüchtlinge sich auf den öffentlichen Müllhalden um die Abfälle streiten – in eben diesem Moment zwingen die „Retter“ Griechenlands unter dem Vorwand, dass die Griechen „sich nicht hinreichend Mühe geben“, diesem Land einen neuen Hilfeplan auf, der die verabreichte tödliche Dosis noch einmal verdoppelt. Dieser Plan schafft das Recht auf Arbeit ab, stürzt die Armen in extremes Elend und bringt zugleich die Mittelklassen vollständig zum Verschwinden...
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Die Opfer gehen leer aus
Ossietzky 4 / 18. Februar 2012 , S. 121 ff.
Den Haag am 3. Februar 2012: Der Internationale Gerichtshof (IGH) verkündet sein Urteil in einem Streit zwischen Italien und Deutschland. Es geht um grund-sätzliche und weitreichende Fragen der
Souveränität der Staaten. Konkret da-rum, ob ausländische Gerichte einen dritten Staat zu einer Leistung verurteilen können. Der IGH hat dies verneint und damit der staatlichen Souveränität in
Zei-ten ihrer Aushöhlung durch wirtschaftliche und militärische Interventionen zu einem folgenschweren Sieg verholfen. Verlierer sind die Menschenrechte und die zivilen Opfer der Kriege.
Der Streit hat eine lange Geschichte...
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In Heft 3 der "Blätter für deutsche und internationale Politik", S. 9 ff., ist eine ausführlichere Auseinandersetzung mit dem Urteil von mir zu lesen.
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Die kapitalistische Moderne herausfordern - Alternative Konzepte und der kurdische Aufbruch
Konferenz an der Universität Hamburg / 3.-5. Februar 2012
Am 3. Februar habe ich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz aus über 10 Ländern in der Universität begrüßt:
Ich bin nicht Hausherr dieser Universität aber seit knapp 40 Jahren ihr lehrendes und forschendes Mitglied. Ich begrüße Sie sehr herzlich in unseren Räumen zu einer Konferenz von höchster Aktualität. Es geht um die Krise des kapitalistischen Systems – ein altes Thema – es geht um die Suche nach alternativen Konzepten – auch das ein altes Thema – und es geht um den kurdischen Aufbruch – und das ist eine Aufgabe für Sie, die zwar auch nicht neu ist aber eine Antwort finden muss auf eine immer bedrohlicher werdende Situation. Denn für sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, spitzt sich die allgemeine ökonomische und politische Krise mit der Gewalt polizeilicher und militärischer Angriffe zu einer existentiellen Gefahr zu. Ihr zu begegnen fordert mehr als nur ökonomische Alternativen und politische Konzepte. Es fordert Mut, Klugheit und Geduld...
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Die Redaktion Schattenblick hat ein Interview mit mir MEHR> und mehrere Berichte über die Konferenz dokumentiert MEHR> Mehr> Mehr>
Liebermanns Rundbrief - Ein Katalog voller Geschichtsklitterungen
Neues Deutschland / 1. Februar 2012 (ungekürzte Version)
Der 26. Januar ist verstrichen, ohne dass Israel – wie verabredet – dem Nah-Ost-Quartett aus USA, Großbritannien, Frankreich und der Bundesrepublik seine Vorstellungen für die Wiederaufnahme der Gespräche überreicht hätte. Präsident Abbas hatte dies für die PLO Anfang des neuen Jahres getan und steht jetzt wieder vor den alten Ruinen, die immer noch den zerschlissenen Titel „Friedensprozess“ tragen. Ein weiteres halbes Jahr der Täuschung, Irreführung und des Verrats, welches nichts anderes als mehr Siedler mit ihren Bauten, Überfälle, Geiselnahmen, gezielte Tötungen und Drohungen mit einem neuen militärischen Überfall mit sich gebracht hat. Über diese erneute Sackgasse, in die das Quartett die Palästinenser getrieben hat, durften sich die vier Regierungen keine Illusionen machen, denn sie kannten die Position der Israelis: keine Verhandlungen mit Abbas, unter keinen Bedingungen...
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40 Jahre Berufsverbote
Erklärung der Vereinigung demokratischer Juristinnen und Juristen zum 28. Januar 2012
An diesen 28. Januar 1972 wird offiziell nicht erinnert, denn er bezeichnet einen Tiefpunkt in der jungen demokratischen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. An ihm beschlossen die damaligen Ministerpräsidenten mit Bundeskanzler Willy Brandt, dass in das Beamtenverhältnis nur solche Personen berufen werden sollen, die die Gewähr dafür bieten, jederzeit für „die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes“ (FDGO) einzutreten. Jemand, den die Behörden als „Kommunist“ betrachteten, sollte vom Beamtenverhältnis ausgeschlossen bleiben. Alle diejenigen, die sich für den öffentlichen Dienst bewerben, zur Verbeamtung, Beförderung oder Berufung anstehen, sollten regelmäßig durch eine Anfrage beim Verfassungsschutz überprüft werden, ob gegen sie etwas vorliege. Vorangegangen war am 3. November 1971 der Hamburger Senat (SPD) mit der Ablehnung eines jungen Mitglieds der DKP und SDAJ für den Schuldienst...
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In den "Blätter für deutsche und internationale Politik" vom Januar 1972 hat Gerhard Stuby an die spezifisch deutsche Tradition dieser reaktionären Abwehr jeder sozialistischen oder kommunistischen Bewegung in der Bevölkerung erinnert.
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10 Jahre Guantánamo
Özgür Gündem / 21. Januar 2011
Gedenktage dienen im Allgemeinen der Erinnerung an die Vergangenheit, manchmal auch an die Gegenwart, die vergessen zu werden droht. Ein solcher Gedenktag ist der 11. Januar, an dem im Jahr 2002 zum ersten Mal 20 Gefangene aus Afghanistan in ein provisorisches Lager in Guantánamo eingeliefert wurden. Damit begann die zweite Geschichte eines Ortes, der schon lange nicht mehr hätte existieren sollen und der in seiner neuen Bestimmung nie hätte eingerichtet werden dürfen – ein Anachronismus der Kolonialgeschichte und jetzt ein Anachronismus des Rechtsstaates...
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Kriegsvorbereitungen stoppen! Embargos beenden!
Aufruf v. 13. Januar 2012
Zehntausende Tote, eine traumatisierte Bevölkerung, eine weitgehend zerstörte
Infrastruktur und ein zerfallener Staat: Das ist das Ergebnis des Krieges, den
USA und Nato geführt haben, um den Reichtum Libyens plündern und dieses
Land wieder kolonialisieren zu können. Jetzt bereiten sie offen den Krieg gegen
die strategisch wichtigen, rohstoffreichen Länder Iran und Syrien vor, die eine
eigenständige Politik verfolgen und sich ihrem Diktat nicht unterordnen. Ein
Angriff der Nato auf Syrien oder Iran kann zur direkten Konfrontation mit
Russland und China führen - mit unvorstellbaren Konsequenzen....
Über 3000 Unterschriften unter diesem Aufruf sind dokumentiert unter:
http://www.freundschaft-mit-valjevo.de/wordpress/?p=21
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Und die Reaktion in den Medien darauf. Hier mit einem ausgesuchten Beispiel von Christian Bommarius mit einem Leitartikel in der Frankfurter Rundschau und der Berliner Zeitung.
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Darauf meine Erwiderung, die ich an beide Redaktionen gesandt habe, und die sie am 17. Januar in beiden Zeitungen abgedruckt haben....
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Das Recht und die Macht - Hermann Klenner: "ein deutscher Gelehrter ohne Misere".
Junge Welt / 20. Dezember 2011
Rechtsphilosophie ist ein Orchideenfach im Studium der Rechte an den Universitäten, weder zur Prüfung noch für die Berufswahl geeignet, noch abseitiger als Rechtsgeschichte. Das liegt vor allem an der Verfassung dieses Studiums, welches den Studierenden weitgehend von Geschichte und anderem geistes- und sozialwissenschaftlichen »Ballast« befreit in die Praxis der Fallösung entlassen will – die sozialwissenschaftlichen Flügel der einstufigen Juristenausbildung sind ihm vor etlichen Jahren wieder gekappt worden. Philosophie müßte unter diesen Verhältnissen schon die Rechtsverhältnisse erhellend, die Rechtserkenntnis bereichernd und das Verständnis vertiefend vorgetragen werden, um einige der Tausenden Studierenden von ihrer Nützlichkeit überzeugen zu können....MEHR>>
Norman Paech
